Priester sind Vertreter der Götter und ihre Aufgabe ist der Kampf gegen das Böse.
Das Böse ist im Sinne der Götter alles was mit DISKOR zu tun hat.
Alles andere ist im Sinne der Götter gut oder zumindest etwas, wozu sie keine Meinung kundtun. Es gibt Dinge, die sie gerne sehen und was ihnen gefällt. Nach diesen Aspekten suchen sie sich auch ihre sterblichen Diener aus. Wenn sie sehen, dass ein Sterblicher sie in seinen Handlungen würdig vertreten könnte, wenden sie sich an ihn oder hören ihn an, wenn er darum bittet Einem von Ihnen dienen zu können. Allerdings sind die Götter nicht daran interessiert die Gesellschaften mit ihren Vorlieben zu verändern oder groß zu beeinflussen.
(Sie dürfen auch nicht, ORM hat ihnen mal auf die Finger gehauen, als sie es übertrieben haben) Menschen bringen sich in sinnlosen Kriegen für Land und Macht um, sie unterdrücken sich in den unterschiedlichsten Gesellschaftssystemen und betrügen für ihren eigenen Vorteil, um reich oder satt zu werden. Das sind alles Dinge, die ein Gott nicht als böse bewertet. Ganz im Gegenteil, in ihren Augen ist das der Lauf der Dinge, das natürliche Verhalten der Menschen. In der menschlichen Moral einiger Länder wird z.B. Diebstahl als moralisch verwerflich angesehen, in anderen Gesellschaften existiert der Begriff Eigentum nicht einmal. (z.B. bei den Kendern in Schellenhain) Was denkt sich ein Gott? Er denkt sich: Das ist bei dieser Rasse eben so. Solange sie nicht mit Dämonen anbandeln, sollen sie doch machen...
Menschen leben aber in Gesellschaften, die auf Moral und Werten basieren. Moral wird als Grundlage des sozialen Miteinanders verstanden. Auf Moral baut sich der tägliche Umgang und schließlich sogar das Gesetz vieler Länder auf. Das heißt, die göttliche Vorstellung von Gut und Böse hat nichts mit der Moral einer Gesellschaft zu tun in der Helden leben. Vielleicht hat es so viel damit zu tun, dass 5 Götter geprägte Gesellschaften das, was Priester als Böse definieren, weil sie es von ihrem Gott so erfahren haben, als absolute Grundlage in ihren Wertekanon / ihre Gesetze aufgenommen haben. (§1 Du sollst nicht DISKOR rufen!)
Die menschliche Moral ist sogar um einiges strenger, als das göttliche Gut-Böse Denken. Priester sind nur auch Menschen. Jeder Priester ist auf seine Weise sozialisiert worden und hat als Mensch sein "natürliches Verhalten" durch sein Elternhaus und durch seine landesabhängige kulturelle Prägung mitbekommen. Die Aufgabe eines Priesters ist es, zu unterscheiden was im Sinne der Götter gut und böse ist und was in der Gesellschaft in der er lebt gut und böse ist. Sich um den zweiten Punkt zu kümmern ist nicht seine Aufgabe, darum kümmert sich die Büttelschaft. Ein Priester hat natürlich wie jeder Mensch seine persönliche Meinung zu allerlei Dingen. Da Priester in der Gesellschaft Vorbilder sind, weil sie als "Seelenwächter" eine Instanz im Kampf gegen die Finsternis darstellen, werden sie auch gerne zu alltäglichen Dingen befragt. Wenn ein Gott einen Menschen ausgewählt hat, wird dieser auch weise sein und wissen was zu tun ist. Dieses Vorurteil ist nicht falsch, doch kann ein Priester, wenn er seine persönliche oder vielleicht die Meinung seiner Kirche von sich gegeben hat, in moralischen Fragen nicht behaupten, dies wäre die Meinung seines Gottes. In einigen Gesellschaften sind Priester vom eigentlichen Gesetz ausgenommen. Sie unterstehen dem Kirchengesetz und haben sich hier für ihre Taten und Ratschläge zu verantworten. Im weltlichen Gesetz haben sie die Aufgabe einzuspringen und für Aufklärung zu
sorgen, wenn es sich um etwas Dämonisches handelt oder der Kampf gegen die Finsternis es erfordert, weil das Wissen und die Fähigkeit, wirklich Gutes von wirklich Bösen zu unterscheiden, nur ihnen gegeben ist.