Der Begriff der Schuld ist im 5-Götterglauben nicht vorhanden. Es gibt im Sinne eines Gottes nur richtiges Verhalten und falsches Verhalten. ORM hat die Menschen erschaffen und sie sollen sich frei entscheiden was sie tun und wie sie es tun. Wendet sich ein Mensch gegen die Schöpfung an sich und unterstützt die Vernichtung der Schöpfung, wird er von den Göttern als fehlgeleitet, verdorben oder einfach nur als krank angesehen. In einem solchen Fall hat sich ein Diener der Götter um die Seele des armen Geschöpfes zu kümmern, das zu schwach war sich den Einflüsterungen des EINEN zu entziehen. Der Mensch hat einen Fehler gemacht und die Seele muss gerettet werden. Hier kommt die individuelle Vorgehensweise des Priesters bzw. der Kirche zum Tragen. Es gibt in jeder Kirche die Art von Vertretern, die einem Geschöpf, das sie befreien konnten einen Neuanfang ermöglichen und jene, die das Risiko eines Rückfalls scheuen oder verhindern wollen, dass der verderbende Dämon sich bei seinem Opfer noch einmal meldet und sich rächt oder versucht wieder an dessen Seele zu kommen. Daher ist in den Kirchen auch das Prinzip der Buße nicht vorhanden. Der auf den Weg zurückgeführte wird entweder aufgeklärt und er erfährt eine Segnung oder er wurde getötet und seine Seele in das Reich des Totengottes MORS geleitet.
Auf der anderen Seite, der Seite der Dämonen gibt es das Prinzip der Schuld.
Hat man sich in die Abhängigkeit oder in einen Vertrag mit einem Dämon verstrickt und den Abmachungen zuwider gehandelt, verlangt der Dämon dass man beichtet. Er verlangt dass der "Sünder" den Vertragsbruch oder das einfache "Nichterfüllen" von Aufgaben kundtut und die Strafe, die der Dämon dafür festlegt, erduldet und damit Buße tut. Meist funktioniert das Ganze nicht ohne das Verbreiten von Angst, Streuen von Unwissenheit und Androhen von Schmerz und Grausamkeit.